Bericht zur Ausbildung Patrouille vom 29.06.–01.07

Die Kreisgruppe Bielefeld im VdRdBW hat zum 2. Mal ein Gefechts-Wochenende mit rund 50 Teilnehmern mit den Schwerpunkten Lagerbetrieb (incl. Alarmposten, Streifen etc), Verteidigung und Patrouille durchgeführt. Am Freitag den 29. wurden am Meldekopf in der GFM Rommel Kaserne die Gruppen (BLAU) eingeteilt und die Gruppenführer in die Lage eingewiesen. Nach dem Waffenempfang wurde der Marsch (gefechtsmäßig) in den Verfügungsraum angetreten. Dort angekommen, wurden ohne Verzug Streifen eingeteilt sowie mit dem Bau der Stellungen, Alarmposten und Verstecke begonnen. Die Feindgruppe (ROT) hatte bereits am Vormittag ca. 3km entfernt das Versteck bezogen und hatte beim Eintreffen von  BLAU bereits „das Auge am Feind“ und konnte sich für den späteren Angriff ein detailliertes Lagebild verschaffen. Gegen 23.00 Uhr wurde BLAU kurz aufgeschreckt als der Spähtrupp ROT auf den Alarmposten auflief, von diesem angesprochen wurde, sich aber sofort und ohne Feuergefecht zurückzog.

Gegen 00.45 Uhr wurde BLAU dann durch heftigen Beschuss aus dem Schlaf gerissen. Während mehrere Kameraden von ROT im Bereich des Schotterweges das Feuer auf sich zogen, drangen 2 Kameraden unter hohem körperlichem Einsatz in den Gefechtsstand BLAU ein und zerstörten diesen. Die für Samstag geplante, aufgesessene Patrouille musste kurzfristig umgeplant werden, da die Bundeswehr die zugesagten Fahrzeugen 24 Std. vor Übungsbeginn nicht mehr stellen wollte. Aber es gelang der durchführenden RK Augustdorf (mit aktiver, personeller Unterstützung der RK Lemgo und einem Gast aus Oldenburg) auf die geänderten Rahmenbedingungen zu reagieren und trotzdem zwei anspruchsvolle, interessante und alle Sinne fordernde Parcours für abgesessene Patrouillen auf die Beine zu stellen.

Hier galt es an insgesamt 7 Stationen z.B. einen harmlosen!? Einheimischen zu überprüfen, Minenfelder und Baumsperren zu erkennen und ein „verlassenes“ Lager von ROT zu durchsuchen und eventuelle Fundstücke (z.B. Kartenmaterial) auszuwerten. Weitere, auf dem Patrouillenweg angelegte Sprengfallen und Hinterhalte forderten die volle Aufmerksamkeit der Soldaten. Die jeweiligen Erkenntnisse wurden über Funk gemeldet, die weitere Vorgehensweise von der Leitung lageabhängig beurteilt und entsprechend befohlen. Eventuelle Ausfälle durch z.B. Minen wurden entsprechend berücksichtigt. Das in der jeweiligen Situation gezeigte Verhalten wurde umgehend von den begleitenden Ausbildern angesprochen und ggf. korrigiert. Am späten Samstagnachmittag wurden dann die beiden Gruppen zusammen gezogen und für einen abschließenden Angriff auf das mittlerweile „durch Auswertung der Luftaufklärung“ erkannte Lager ROT zusammen gezogen.

Geführt wurde der Angriff durch den Leitenden Hptm d.R. Mark Ortmeier. Durch den taktisch geschickten Einsatz von MG-Feuer und unter Ausnutzung des Geländes gelang es der Gruppe BLAU trotz heftigem Abwehrfeuer von ROT in das Versteck einzudringen. Nach Ende des Gefechts wurden der Ausbildungsabschnitt für beendet erklärt und ROT und BLAU verlegten für den geplanten Kameradschaftsabend ins Lager BLAU. Hier wurde das Erlebte und Erlernte intensiv besprochen und so Mancher hatte erstaunliche Erklärungen für das Gelingen oder Scheitern einzelner Stationen.

Von den Anstrengungen gezeichnet verschwanden die Teilnehmer nach und nach relativ früh in Ihren Schlafsäcken, bewacht von den sich weiterhin im 2 Std-Rhythmus abwechselnden Streifen. Nach dem Wecken am Sonntag früh um 06.00Uhr wurde das Lager abgebaut und der Marsch in die Kaserne angetreten.

Die Ausbildung „Patrouille“ endete um ca. 13.00Uhr mit der Abgabe der gereinigten Waffen und ggf. empfangener Ausrüstung

Unser Dank gilt an dieser Stelle den Teilnehmern (ohne Euch geht’s nicht), den Funktionern (vor allem SU d.R. Edler); toll gemacht, dem FwRes (top Vorbereitung und 1a Unterstützung / Verpflegung), dem Leitenden Hptm d.R. Ortmeier und dem „Planungsteam“ für die Ausarbeitung und Durchführung der Stationen.